Hopfen- und Biertempel

Videogalerie Hopfen und Bier Tempel

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Im Monat November 2018 bieten wir 379 Besichtigungen an.

Besichtigungsroute - kleiner Rundgang

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1. Städtisches Rathaus und Turm
Das Rathaus wurde 1362 als Tuchmarkt gebaut. Im Teil des Gebäudes hatte schon damals der Stadtrat seine Sitzungen abgehalten. Seit den Hussitenkriegen diente bereits das ganze Gebäude der Stadtverwaltung. Im Jahr 1559 wurde es durch Jiří Všetečka aus Pardubitz im Renaissancestil umgebaut. Damals befand sich darin auch das prominente Rathausgefängnis. Während des Dreißigjährigen Krieges war hier ein Lager von „ketzerischen Büchern“ und Kriegsabgaben - Hopfen und Getreide - untergebracht. Die nächsten Umbauten wurden im 18. Jahrhundert durch die Errichtung eines Bezirksamtes und durch zwei große Brände initiiert. Damals entstand die heutige Gestalt des 47 m hohen Turmes, der heute als Aussichtsturm dient und einen Blick über die Stadt und Umgebung bietet. Mit etwas Glück kann man von dem Turmumgang die Burg Hazmburk erblicken, wobei ein geheimer Wunsch in Erfüllung gehen soll...

2. Dreifaltigkeitssäule
Die Plage des Mittelalters waren Pestepidemien. Die größte Plage suchte die Stadt 1582 heim. Durch den Bau von Pestsäulen sollte die Plage verbannt werden. Saaz sollte die 12,7 Meter hohe Dreifaltigkeitssäule schützen. Zwischen 1707 und 1713 wurde sie mit der finanziellen Unterstützung des Apothekers Calderar vom František Tollinger aus Leitmeritz errichtet. Im Jahr 1753 wurde sie dann vom Saazer Bildhauer Jan Karel Vetter vervollständigt. Unter dem Kupferkreuz befindet sich eine Plastik der Heiligen Dreifaltigkeit. An den Brüstungssäulen sind Plastiken von hl. Johannes Nepomuk, hl. Karel Bormejský, hl. Prokop, hl. Antonius von Padua, hl. Josef Ziehvater Jesu mit Jesus Christus, hl. Wenzel, hl. Sigmund und hl. Florian angebracht.

3. Das Grab des ältesten Biertrinkers
An dieser Stelle wurde am 1.4. 2001 das Grab des ältesten Biertrinkers der Welt entdeckt. Neben den Gebeinen fand man ein Tongefäss mit Fassungsvolumen von 0,49 l, die Reste eines Holzfasses und eine Tonplatte mit sieben eingeritzten Strichen - die älteste erhaltene Bierrechnung. Das Grab beweist die Existenz der alten Kultur des Homo lupulus. Der Begrabene wurde Lojza Lupulín benannt und das Symbol auf der Tonplatte wurde zum Logo der die Einzigartigkeit der Saazer Hopfenregion propagierenden Bürgervereinigung „Hopfen & Bier Tempel“.

4. Libočanská branka /Libočany Tor/
Eines der ursprünglich vier Eingänge in die Stadt. Seit der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert sorgte das Tor für die Fusswegverbindung mit der Unteren Vorstadt. Das bisher unveränderte Portal passierte zu Beginn des 17. Jahrhunderts auch Jan Willenberg, der Autor der ältersten Abbildung von Saaz und vielen weiteren bedeutenden tschechischen Städte. Seit 1843 dient das Tor zu Wohnzwecken. Bis 1879 stand an dem Tor ein Bollwerk mit einer Gedenktafel mit der Jahreszahl 1463 - dem Datum der Fertigstellung der spätgotischen Stadtmauer.

5. Kněžská brána /Priestertor/
Der zweite erhaltene Eingang in die Innenstadt ist das Tor Kněžká brána /Priestertor/. Ursprünglich war hier ein monumentales vorgesetztes Festungswerk mit einem weiteren Turm, wo die Wege von Westen zusammenliefen. Seinen Namen hat es dem heute nicht mehr existierenden Minoritenkloster zu verdanken. Im 14. Jahrhundert wurde es das Tor der seligen Jungfrau Maria oder auch das Frauentor genannt. Als das Pendant zum Prager Tor, genannt auch Oberes Tor, wurde das Priestertor auch das Untere Tor genannt. Die heutige Fassade kopiert die Gestalt des Bauwerks zwischen 1899 - 1906. Den löblichen Text auf der Innenseite des Tores schrieb auf lateinisch der Hofdichter des Kaisers Rudolf II. Karolides aus Karlperk.

6. Saazer Brauerei
Die Brauerei steht an der Stelle der ehemaligen Saazer Burg. Von der Bedeutung des Ortes zeugt, dass hier 1099 Břetislav II und der polnische Fürst Boleslav III. gemeinsam Weihnachten feierten. Die mit einem Graben von der Stadt getrennte Burg ist zu Beginn des 15. Jahrhunderts untergegangen. Als einziger Teil der Burg blieb vermutlich der so genannte Wasserturm erhalten. Im Jahre 1419 geht auch das nahestehende Minoritenkloster des hl. Petrus unter. Danach wurde der leere Platz mit einem neuen Mauerabschnitt von der Stadt getrennt. Erst nach 1751 entstand hier eine Kaserne und daneben zwischen 1797 - 1801 auch eine Brauerei. Bis 1945 stand vor der Brauerei die Loretta - eine Barockkapelle aus dem Jahr 1713.

7. Dom Mariä Himmelfahrt
Der Dom Mariä Himmelfahrt steht an der Stelle einer großen romanischen Basilika. Ihre Gemäuer blieben an beiden Türmen erhalten. Zwischen 1340 und 1370 war an dem Umbau der Kirche die berühmte Bauhütte des Peter Parler beteiligt. Der Hauptaltar mit dem Gemälde Mariä Himmelfahrt stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Seitenkapelle des Johannes Nepomuk wurde zwischen 1724 und 1728 angebaut. Die Kirchenfront wurde zwischen 1740 und 1741 im Barockstil umgebaut. Der Glockenturm wurde zwischen 1770 und 1773 von dem Baumeister Pavel Loschy errichtet. Die meisten Statuen um die Kirche herum wurden zwischen 1728 und 1729 von dem Saazer Bildhauer Jan Karel Vetter errichtet.

8. Ehemaliges Gymnasium
Das Gebäude der alten Stadtbrauerei. Wurde zwischen 1802 und 1807 in ein Gymnasium umgebaut. Später wurde das benachbarte Gebäude zugekauft und das Gymnasium erweitert. Die Schule haben am 6.8.1833 Kaiser Franz Josef I. mit der Kaiserin Karoline besucht. Auch der weltberühmte Reisender und Entdecker Emil Holub hatte hier kurz studiert. Im Jahr 1903 wurde das Gymnasium in ein anderes Gebäude verlegt. Dieses Objekt diente dann auch weiterhin für Ausbildungszwecke, zwischen 1929 und 1939 war hier das Stadtmuseum untergebracht und nach dem 2. Weltkrieg das Stadtarchiv.

9. Säule des hl. Florian
Zum Gedenken an den Großbrand 1738 und zum Schutz vor weiteren Katastrophen wurde zwischen 1742 und 1746 die Säule des hl. Florians - Schutzpatrons der Feuerwehrleute, Maurer und Bergleut - errichtet. Der Bau wurde durch Spenden der Saazer Bürger finanziert. Die Aufgabe wurde dem Bildhauer Jan Karel Vetter anvertraut. Die Plastik des hl. Florians steht auf einem hohen, dreiseitigen Sockel; außerdem sind hier auch Statuen des hl. Laurentius und der Madonna zu finden. An der Spitze der Säule ist eine Figur des auf der Erdkugel sitzenden Gottvaters angebracht.

10. Jüdische Synagoge
Die zweitgrößte Synagoge Tschechiens. Wurde zwischen 1871 und 1872 vom Baumeister Johann Staněk mit finanzieller Hilfe der jüdischen Gemeinde erbaut. Die festliche Einweihung erfolgten durch den Rabbi Abraham Frank am 18.3.1872. Im Jahr 1911 wurde die Synagoge renoviert und innen komplett mit Malereien verziert. Während der sog. Kristallnacht vom 9. auf 10. November 1938 wurde sie von der Nazis abgebrannt. Seitdem hatte sie nie wieder ihrem ursprünglichen Zweck gedient. Das Gebäude war durch seine tolle Akustik berühmt.

11. Der kleinste Hopfengarten der Welt
An der Stelle der Kirche des hl. Kreuzes steht seit 1967 eine lokale Rarität - der kleinste Hopfgarten der Welt! Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert durch die Stadtwache ersetzt. An ihrer Stelle entstand 1882 ein Denkmal des Kaisers Josef II. Dieses wurde 1919 niedergerissen und die Kaiserfigur in den Fluss geworfen. Auf den leeren Sockel wurde 1930 ein bronzener Löwe gestellt - ein Denkmal für die Opfer des I. Weltkrieges.

12. Alte Post
Das ursprünglich mit Braurecht ausgestattete Haus wurde 1584 von Maxmilián Hošálek gekauft, der es als Oberbürgermeister der Stadt umgebaut und reichlich mit Sgrafitti und Freskos verziert hat. Deshalb hatte man ihm den Beinamen „das gemalte Haus“ gegeben. Hošálek starb durch das Schwert des Henkers Mydlář auf dem Altstädter Ring im Jahr 1621. Der abgehauene Kopf wurde dann zur Warnung an das Prager Tor gehängt und seine Familie musste das Haus verlassen. Im 17. Jahrhundert wurde das Objekt vom J. C. Calderar gekauft, der hier die Apotheke „U zlatého pelikána“ /Zum Goldenen Pelikan/ errichtete. Die wurde hier bis 1870 betrieben. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurden ein Balkon und eine neue Front im Neurenaissancestil angebaut. Seit 1872 hatten hier das Postamt und später auch der Telegraf seinen Sitz. Deshalb sagen die Einheimischen bis heute „Alte Post“ dazu.

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